Home > RSG Bodensee > Regatten Bodensee 08 > Ost-West 2008

ostwest08

Nummer Drei

Die Ost West in diesem Jahr. Von Bregenz einmal quer über den See in den Trichter vor Konstanz.

 

Wir fahren Freitag abend noch nach Altenrhein. Wetter: ziemlich eklig, Gewitter, Regen -bäh. Beschließen so etwa um 04:30 aufzustehen, weil wir ja noch nach Bregenz müssen. Nachts plätschert und windet es noch ziemlich, aufstehen, Ölzeug an, Espresso, Klo und los. Raus aus der Hafeneinfahrt, echt unsportlich - noch mit der Cockpitpersenning oben drauf, weil es immer noch in Strömen regnet. Etwas Wind hat es auch noch.

 

Wir kommen etwa um 07:15 vor Bregenz an; die ersten Bregenzübernachter und Heimyachten laufen schon aus. Auch wir segeln uns etwas ein, Wenden, Spiziehen, hinundhergekreuze. Schön, wie Perlen auf der Schnur kommen Schiffe aus Richtung Langenargen und Wasserburg und quer übern See auf uns zu. Pünktlich zum Start verlässt auch der letzte Rest der (nunmehr) Brise/Lüftchen das Startfeld: Dann können wir ja los!


Wir halten uns komplett aus allen Regatta-Posions-Strategien heraus und sehen nur zu, daß wir freien Wind haben und nicht im Gedränge verrecken, halten Ausschau nach den letzten Windfeldern. Was schwierig ist, denn das Wellchenbild und der TWA ist häufig entgegengesetzt. Was für Leichtwindspezis - wir trimmen die Sprinta leicht nach Lee und etwas Buglastig, das mag sie. Und können auch einige der vor uns über die Startlinie gerutschten ein- und überholen. Nur an einer Bavaria beißen wir uns länger die Zähne aus, die nimmt uns zum Zeitpunkt des Überholens mehrfach den Wind.

 

Der grobe Kurs führt uns auf die Seemitte hinaus, wir können erkennen, daß die Nordufer-Taktiker (Wasserburg - Langenargen) auch loosen. Da isch de Wind net! Eigentlich sind wir bis Romanshorn "Das Kap des Grauens" ganz gut davor; immerhin sind wir nicht im letzten Drittel des Feldes. Immer wieder schön: Die Fährverbindung Romanshorn - Friedrichshafen bei wenig Wind. Schuckel, klapper...
Na, die Hälfte wäre doch geschafft!

Unter Land, zwischen Romanshorn und Güttingen gibt es etwas mehr Wind, ja, aber leider dreht er westwärts, so daß wir kurze Kreuzschläge machen müssen, den Wind ausnutzend. Aber das kostet Zeit. Und die nördliche Seemitten-Fraktion, die vor R´Horn noch weit hinter uns war, muß eben nicht kreuzen, sondern kann einen Anlieger fahren, Mist. Und so zickzacken wir an Güttingen und Altnau in den Trichter rein und über die Ziellinie.

 
Eigentlich ein schöner Tag und auch ganz erfolgreich. Wir trinken im Konstanzer Yachtclub ein Bierchen, holen die Souvenirs und legen dann wieder Richtung Altenrhein ab. Unter Spi. UNTER SPI!!! Bis vor die Hafeneinfahrt! Einmal quer übern See. Warum denn nicht Stunden vorher?

 

Segeln macht so Spaß. Und der vielgeschmähte Bodensee ist ein echt interessantes Segelrevier, muß ich als Ostsee-Sprotte mal erwähnen und bekennen.